Gesundheitsförderung

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Öffnungszeiten

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Grundlagen

Gesundheitsförderung wird als Möglichkeit verstanden gesundheitsrelevante Lebensbedingungen und Lebensweisen alle Bevölkerungsgruppen zu etablieren. Ziel ist es die persönliche und soziale Gesundheitskompetenz zu stärken und strukturelle Gegebenheiten so zu beeinflussen, dass gesundheitsförderliche Verhältnisse entstehen können. Berücksichtigt wird eine Vielfalt von Aspekten, wie beispielsweise kulturelle, soziale, medizinische, psychische, psychiatrische, ökonomische oder auch familiäre Gegebenheiten. Ebenso können Aspekte der Krankheitsprävention mit einbezogen werden. Dies erlaubt eine Konzentration auf bestimmte Risikogruppen.

Die Abteilung Gesundheitsförderung und Gesundheitsplanung richtet die Arbeit nach den Kriterien der Ottawa Charta, den landesweiten Gesundheitszielen, dem Gedanken des Settingansatzes und dem Bestreben nach gesundheitlicher Chancengleichheit aus.

Details anzeigen Ottawa Charta

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt in der für die Gesundheitsförderung richtungsweisende Ottawa-Charta Gesundheitsförderung als einen Prozess, der darauf zielt, alle Menschen ein möglichst hohes Maß an Selbstbestimmung über die eigene Gesundheit zu ermöglichen. Jedes Individuum möge die Chance erhalten ein eigenes Gesundheitsverständnis zu definieren und daraus resultierende Gesundheitsziele zu beschreiben. Gruppen und Einzelpersonen sollen in ihren Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen wahrgenommen werden und an der Gestaltung einer gesunden Umwelt beteiligt werden. Gesundheit wird dabei ausdrücklich aus integraler Bestand des alltäglichen Lebens verstanden.

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Ottawa Charta

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Details anzeigen Gesundheitsziele

Gesundheitsziele stellen eine inhaltliche Orientierung für den gebündelten Einsatz von Ressourcen da, die gesundheitsförderliche Maßnahmen optimal steuern, strukturieren und überprüfbar machen können. Vier Zielkategorien stehen zur Verfügung.

  1. Krankheitsbezug
  2. Gesundheitsförderung und Prävention
  3. Bevölkerungs- und Altersgruppen
  4. Bürger- und Patientenorientierung

Um als Gesundheitsziel formuliert zu werden, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

Gesundheitsziele

Neben nationalen Gesundheitszielen gibt es auch für Nordrhein-Westfalen spezifische Gesundheitsziele.

  • Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung und Ernährung
  • Gesund älter werden
  • Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken
  • Tabakkonsum reduzieren
  • Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen
  • Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln
  • Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln.

Weiter Informationen finden Sie unter www.gesundheitsziele.de

Grundlage kommunaler Gesundheitsziele ist die kommunale Gesundheitsberichterstattung und die Ergebnisse der Gesundheitskonferenz unter Berücksichtigung spezifischer soziodemografischer Strukturen. Das analytische Verfahren wird dabei nach dem Public Health Action Cylce ausgerichtet. Dieses Instrument nutzt vier folgende Schritte: (1)Die Problemdefinition, (2) eine Ziel- bzw. Strategieentwicklung, (3) eine Umsetzungsphase und (4) eine Evaluation bzw. Neuanpassung.

Details anzeigen Settingansatz

Der Setting-Ansatz ist eine populäre Strategie in der Gesundheitsförderung und richtet sich auf die Lebensbereiche von Menschen aus. Neben dem Quartier und einer daraus resultierende Quartiersbezogenen Gesundheitsförderung spielen andere Settings wie Schule, Kindertageseinrichtung, Arbeitsplatz oder auch Senioreneinrichtungen eine wesentliche Rolle. Grundlage für gesundheitsförderliche Maßnahmen ist der Public Health Action Cycle. Grundlegendes Merkmal aller gesundheitsförderlichen Maßnahmen ist Partizipation, Mitentscheidung und Empowerment der Menschen in einem Setting. Dabei geht es nicht darum Gesundheit als vorrangiges Ziel eines Settings zu begreifen, sondern Gesundheit als Bestandteil eine Settings wahrzunehmen.

Details anzeigen Gesundheitliche Chancengleichheit

Die soziale Lage eines Menschen hat einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit. Bestehende soziale Benachteiligungen wirken sich bereits vorgeburtlich auf die Gesundheitschancen einer Person aus und erzeugen gesundheitliche Ungleichheiten. Die Summe aus sozialer Benachteiligung, schlechten Lebensbedingungen und risikoreichem Gesundheitsverhalten tragen zu einer Verfestigung dieser Ungleichheiten bei. Wichtige Indikatoren für die Erfassung sozialer Ungleichheiten sind die materielle Ausstattung, der Bildungshintergrund und die berufliche Situation einer Person. Diese haben nicht nur Einfluss auf Belastungen und Ressourcen sondern auch auf Verhalten und Versorgungssituationen.

Eine Vielfalt wissenschaftlicher Studien weist auf diese Zusammenhänge sowohl für Kinder als auch für Erwachsene hin. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Kommunale Gesundheitsförderung ist sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientiert ausgerichtet und hat so die Möglichkeit dem Ziel Gesundheitlicher Chancengleichheit näher zu kommen.